Staatliche Zuschüsse gibt es wohl nur unter Freunden…
Arbeiten Wirtschaft, Politik und öffentlicher Dienst Hand in Hand? Ja, vor allem wenn sich die Hände kennen und Geld aus öffentlichen Kassen in private Taschen fließen soll.
Wer mehr darüber wissen möchte, der kann jeden Jahresbericht des Bundesrechnungshofs aufschlagen.

Deutschlands größte Umverteilungsbehörde - wollte die FDP sie nicht abschaffen?
Von Berlin bis in die Provinz
Von Regierungsstellen kennt man es ja, dass „befreundete“ Anwaltskanzleien oder Marketingagenturen Zuschläge für Aufträge erhalten, die früher die Ministerien noch selbst gemacht haben.
Der Dreh mit der Kurzarbeit
Bei meinem Nachbar, Angestellter in einem Zulieferungsbetrieb der Automobilindustrie war offiziell Monate lang in Kurzarbeit. Konkret bedeutete es, dass er im Unternehmen in der kürzeren Arbeitszeit mehr arbeiten musste, damit er anschließend mehr Freizeit im Garten verbringen konnte. Den finanziellen Ausgleich hat unser Staat über die Arbeitsagenturen im Blindflug gezahlt.
Woanders gehört Unterstützung vom Arbeitsamt zum Programm
Ebenfalls erinnere ich mich an die Zeit im Möbelhaus, wo es unter Mitwirkung vom Arbeitsamt regelmäßig Infoveranstaltungen für Arbeitslose gab. Irgendwie gab es für alle Neuen Gelder vom Arbeitsamt, obwohl dem Unternehmer zig Häuser in der Stadt gehörten und es eins der größten Möbelhäuser Süddeutschlands war. Hier kannten sich wohl die Hände, die öffentliche Gelder in private Taschen schoben…
Familienunternehmen gehen leer aus
Optimal-Banking betreiben wir als Familienunternehmen. Freundschaftliche oder private Beziehungen zur Bundesagentur für Arbeit bestehen nicht. Obwohl dieses Jahr schon mal ein Anruf kam, ob wir nicht noch jemanden einstellen könnten.
Vor wenigen Tagen bekamen wir eine Initiativbewerbung von einem jungen Menschen. Eigentlich sind die Aufgaben bei uns gut verteilt und eine Erweiterung war nicht geplant.
Die Lohnnebenkosten und gesetzlichen Regelungen zur Anstellungen von Arbeitnehmern sind in Deutschland so ungünstig für kleinere Familienunternehmen, dass man sich eine Einstellung sehr gründlich überlegen muss.
Doch was wird aus unserer Gesellschaft, wenn man jungen Menschen keine Chance auf ein Arbeitsverhältnis eröffnet? Von der Idee beseelt, dass der Staat übergangsweise finanzielle Anreize anbietet, Menschen in feste Arbeitsverhältnisse zu übernehmen, erkundigte ich mich bei der Arbeitsagentur, wie die Bedingungen aussehen.
Das Ergebnis
Zu meinem Unternehmen, wollte man nicht viel wissen. Man interessierte sich nur, wer eingestellt werden sollte. Schaute dann in den Computer und sagte nach einem kurzen Moment der Stille „keine Chance“ es handelt sich um einen „jungen Menschen, der erst mal richtig Gas auf dem Arbeitsmarkt geben kann“.
Die Bedienstete der Arbeitsagentur stimmt mir zu, dass es für den Bewerber nicht schlimm wäre, wenn ich keinen zusätzlichen Arbeitsplatz schaffe. Schließlich ist der Mensch ja noch jung (hat also noch genug Zeit weiterhin arbeitslos zu sein).
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Bildmaterial: Bundesagentur für Arbeit