Die Post ist eine Bank
Seit über 100 Jahren gibt es in Memmingen eine Post. Das heutige Gebäude wurde in der Zeit der staatlichen Bundespost errichtet.
Es beherbergt einen großzügigen Schalterraum, eine automatische Paketaufgabe, festinstallierte Postfächer und auf der Rückseite einen Fuhrpark bestehend aus vielen gelben Auslieferungsfahrzeugen.

mit Briefmarken werden die Kunden in die Bank gelockt
Girokonto zu den Briefmarken
Dass man beim Briefmarkenkauf immer wieder auf das vermeintlich kostenlose Girokonto angesprochen wird, nervt vor allem, wenn man häufig den Postgang machen muss. Ich winke meist freundlich und schnell ab. Ziel der Postverkäufer ist es, den Postkunden in ein längeres Beratungsgespräch am Tresen zu verwickeln, was zum Ärger der wartenden Schlange hin und wieder gelingt.
Darf’s auch ein bisschen Strom sein?
Bei meinem letzten Briefmarkenkauf durfte ich geschlagene 15 Minuten warten, bis ich an der Reihe war, um in die Fänge eines Werbens für einen neuen Stromanbieter zugeraten.
Auf meinen Hinweis, dass die meisten Menschen die Postfiliale betreten, um Postdienstleistungen in Anspruch zu nehmen und aktuell die Leute bis zur Tür anstehen, entgegnete die Postlerin gelassen, dass es sich um keine Post handele, sondern um eine Bank. Und diese verkaufe aktuell Strom. Briefmarken und Päckchen – dass sei eine Sache für nebenbei.
Auf wartende Menschen wird keine Rücksicht genommen
Das verschlug mir die Sprache, die ich jetzt wieder gefunden habe und sagen kann: Das ist doch das Allerletzte! Aufgrund des Quasi-Postmonopols müssen die Menschen die ehemaligen Postfilialen aussuchen, die genauso wie früher aussehen und auch dieselben Postdienstleistungen anbieten, nur um Verfügungsmasse für den Vertrieb von Finanz- und Stromdienstleistungen zu verkaufen.
Girokonto Postbank
Wer wirklich ein Girokonto bei der Postbank haben möchte, der solle es doch bitte online abschließen: www.postbank.de
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