Facebook: Milliardär per Zufall
Zuerst dachte ich „Millionär“ per Zufall. Mehr als eine Million US-Dollar sind für einen Studenten eine enorme Summe. Jedenfalls, wenn es sich um das eigenes Vermögen handelt.
Und anfangs gefiel mir das Buch nicht besonders gut. Ich bin gewohnt ständig Sachbücher zu lesen. Das Facebook-Buch erinnerte mich an einen Roman und ich merkte gleich wieder, dass ich die ausführlichen Beschreibungen und Umschreibungen, wie sie für Romane üblich sind, als Unterhaltung bzw. Zeitverschwendung sah. Dies änderte sich schnell, wie dieser Artikel zeigen wird.
Die Geschichte von Facebook
Das Cover mit dem Untertitel: „Die Gründung von Facebook – eine Geschichte über Sex, Geld, Freundschaft und Betrug“, war für mich so anziehend, dass ich weiter las.
Nur wenige Seiten weiter hatte mich der Autor Ben Mezrich, er studierte zur gleichen Zeit wie Facebook-Gründer Mark Zuckerberg in Harvard, in seinen Bann gerissen.
Erinnerungen wurden wach
Mit knapp 18 Jahren gründeten sieben weitere Schulkameraden und ich, der Einfachheit (vor allem aus steuerlichen Gründen) ein Unternehmen im Form eines eingetragenen Vereins: Young Software Technology e.V. (yst).
Fast jeder hatte Posten und Titel bekommen. Es gab einen Vorsitzenden, einen Stellvertreter, einen Geschäftsführer und so weiter. Selbst suchte ich mir die Funktion des Pressesprechers und übernahm die meiste Kommunikation und Organisation nach aus. Das gefiel mir am besten!
Wir organisierten im noch knapp jugendlichen Alter Busfahrten zur CeBit, veranstalteten Computerseminare für untere Klassenstufen, schrieben Quellcodes für Computerprogramme. Und ganz wichtig: Wir hatten jede Menge Spaß und Party! So ungezwungen, wie man sie wohl nur in den letzen Jahren auf dem Gymnasium haben kann.
Facebook verstehen
Beim Anmelden bei Facebook wunderte ich mich über die Eingabefelder:
- Beziehungsstatus
- interessiert an (Frauen, Männer)
- Auf der Suche nach (Freundschaft, Verabredungen, feste Beziehung, Kontakte knüpfen)
Als jahrelanger XING-Fan, der freundschaftliche und zugleich geschäftliche Verbindungen schätze, erinnerte mich dies an ein Dating-Portal.
So entstand Facebook
Es stimmt, Facebook wurde nicht für‘s Geschäft oder des Geldes wegen erschaffen, sondern um Sex zu haben.

Bei Facebook kann sich jeder kostenlos anmelden...
Die Vorstufe dazu ist erst ein Mal Mädchen kennenlernen. Dazu musste man in der Mensa am richtigen Tisch sitzen, Einladungen zu Partys erhalten, sich Freunde suchen oder die Mitgliedschaft in einer Studenten-Verbindung ansteben.
In der Offline-Welt war dies für einen Eliteuni-Studenten und Algorithmus-Genie wie Mark Zuckerberg, der sehr, sehr viel Zeit vor Monitoren verbrachte, dementsprechend blass und auch sonst (zu dieser Zeit) weder sonderlich bekannt, beliebt oder attraktiv war – uneffektiv!
Die Entstehungsgeschichte mit
- Datenklau
- Ideendiebstahlsvorwürfen
- Party
- Alkohol
- Frauen
- Sex
- Streit und Macht
ist in diesem Buch wundervoll beschrieben. Es hat mich begeistert und die herrlichsten Phantasien ausmalen lassen. Absolut lesenswert!
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Bildmaterial: FinanzBuch Verlag · Facebook
