Werden hier Kundendaten missbraucht?
In diesen Tagen haben ehemalige Tagesgeldkunden der GE Money Bank postalisch ein Kreditangebot der Santander Consumer Bank erhalten.
Was ist passiert?
2008 machte die GE Money Bank, damals noch zum weltgrößten Elektrokonzern General Electric gehörend, Furore mit 5 % Zinsen auf Tagesgeld. Schon damals wurde in einigen Internetforen vor der außergewöhnlichen Datenfreigabeklausel gewarnt, die besagte, dass die Kundendaten von jedem Geschäftsbereich von General Electric verwendet werden dürfen.
Dank des besonders hohen Zinssatzes war das Tagesgeldkonto jedoch ein voller Erfolg. Außerdem liest schließlich kaum jemand das Kleingedruckte.
Santander kaufte Bank und Kunden
Im Sommer 2008 kaufte der spanische Bankkonzern Santander die GE Money Bank. Bald darauf verschlechterte sich Service und Kommunikation des Kreditinstituts. Als der Garantiezeitraum der Tagesgeldaktion abgelaufen war, kündigte naturgemäß ein Teil der Kundschaft das Konto. So auch ich.
Ehemalige GE-Kunden bekommen Kreditangebote

Sogar eine fiktive Kontonummer ist aufgedruckt.
Die Einleitung: „… als neuer vertrauensvoller Partner in allen Finanzfragen und als Rechtsnachfolger der GE Money Bank in Deutschland bieten wir Ihnen heute ein besonderes Angebot: € 3.000,- zu 7,98 %*…“
Offener Brief an die Santander Consumer Bank
Sehr geehrter Kundenbetreuungsleiter Wolfgang Krölls,
ich finde es moralisch und datenschutzrechtlich sehr bedenklich, dass Sie augenscheinlich ehemalige Kunden der GE Money Bank anschreiben, um sich als Rechtsnachfolger zu präsentieren.
Ihr Schreiben gaukelt dem Leser eine bereits bestehende Kundenbeziehung vor, so dass er dem Angebot mehr Vertrauen schenkt und die Konditionen weniger prüft.
In meinem Fall fordere ich Sie auf, meine Daten restlos zu löschen.
Mit freundliche Grüße
Gregor Janecke
(Ehemalige GE-Kunde, kein Santander-Kunde)
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Bildmaterial: Santander Consumer Bank