Gut für die Fondsgesellschaft – katastrophal für Kunden

Investmentbanker zum Kunden: „Sie haben das Geld und wir die Erfahrung. In 6 Monaten ist es umgekehrt“.

vorsicht-riesterFrüher habe ich über diesen Spruch gelacht. Heute ist er in vielen Fällen traurige Realität.

Riestersparer werden veräppelt

Ich selbst habe noch 40 Jahre bis zum regulären Renteneintritt mit 67 Jahren. Also wählte ich beim Riestervertrag die Anlage in einem Aktiendachfonds.

Zu den hohen Kursen in 2008 hat die Fondsgesellschaft auch fleißig Aktien von meinen Einzahlungen gekauft. Nach dem kräftigen Absinken der Kurse verkaufte Sie die Aktien zu Tiefstkursen, um das Kapital in einen Rentenfonds umzuschichten.

Eine Katastrophe!

Haben diese superschlauen Investmentbanker etwa geglaubt, dass sich die Aktienkurse in den nächsten 40 Jahren nicht mehr erholen? Nein, die sind clever.

Woran verdient eine Fondsgesellschaft?

Sie verdient unter anderem an der Verwaltungsgebühr von Fonds. Bei niedrigen Kursen verdienen sie natürlich weniger. Sie verdienen aber auch an Umschichtungen. Und wenn man tausende Depots umschichtet, dann verdient man sehr gut – marktunabhängig!

Tausende von Sparern müssen im Alter mit weniger auskommen

Ein Rentenfonds macht in 40 Jahren nie so viel Gewinn wie ein guter Aktienfonds. Es besteht also keine Chance mehr, den Verlust des Aktienverkaufs auf niedrigem Niveau wieder gutzumachen.

Wo sind in diesem Fall Bank- und Kapitalmarktanwälte? Ich hoffe, dass die juristische Zunft den Investmentbankern kräftig einheizt! Denn nicht nur ich, sondern tausende Riestersparer sind betroffen. Mir liegen Meldungen von Kunden der Union Investment und DWS vor.

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