Das hausgemachte Gejammere

Kennen Sie das Gejammer von Unternehmen, dass die Umsätze einbrechen? Dass Unternehmen Leute entlassen, weil die Kunden nicht bestellen? Und die ehemaligen Angestellten, die sagen, dass sie entlassen wurden, weil die Kunden nicht gekauft haben?

Das stimmt und dennoch ist es Quatsch!

Wenn Kunden nicht bestellen können, sollte man die Ursache zu erst bei sich suchen!

Wenn Kunden nicht bestellen können, sollte man die Ursache zu erst bei sich suchen!

Viele Unternehmen haben so hohe Hürden um sich herum errichtet, dass Kunden es immer schwerer haben, Aufträge zu vergeben.

Die Hürden heißen beispielsweise

  • Computertelefon­warte­scheife („drücken Sie die Nummer…“)
  • oft in Kombination mit einer kostenpflichtigen Hotline! Warum muss der Kunde bezahlen, wenn er einen Auftrag hat?
  • Kontaktaufnahme über E-Mail erst möglich, wenn alle FAQs durchgeklickt wurden
  • keine Antwort auf E-Mail, Fax oder Brief. Getreu nach dem Motto: „Der Online-Shop war so teuer, dass ich es nicht nötig habe Kundenanfragen zu beantworten.“
  • das ständige Abfragen von Kundennummern, Passwörtern und anderer Unmenschlichkeiten
  • und mein absoluter Favorit: Ausländische Callcenter mit halbausgebildeten Deutschschülern

Gegen jede dieser Hürden bin ich in den vergangenen drei Wochen gerannt, weil ich mir ein neues Notebook kaufen wollte. Ein Gescheites, nicht das Sonderangebot aus Ausschussteilen aus dem Blöd-Markt.

Die örtlichen EDV-Händler sind in den vergangenen Jahren aufgrund des Preisdrucks und der beworbenen Geiz-und-Geil-Mentalität fast ausgestorben. Ich kenne keinen in meinem Umkreis mehr.

Ich schreibe diese Zeilen immer noch vom alten Gerät und habe mich entschieden die 1.000 Euro nicht auszugeben. Ich werde sie wertbeständig anlegen und höre mir das Gejammer über Kunden, die einfach nicht bestellen wollen, mit einem freundlichen Lächeln an.

Unternehmen, auf das voll zu trifft

Nach meinen Erfahrungen sind das u.a. Dell, Telekom, 1&1 aber auch kleinere wie ein Mindelheimer IT-Anbieter, der trotz Minifirmengröße meint eine Telefonwarteschleife, die nicht einmal richtig funktioniert, zwischen den Kundenkontakt zu schalten.

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Bildmaterial: Paul-Georg Meister (pixelio)

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