Günther Schild, Finanzexperte

Günther Schild – so heißt die Schildkröte der Bundesregierung, die im TV und in Zeitschriften für eine Anlage in Bundeswertpapiere wirbt.
bundeswertpapiere

Kann man dieser Schildkröte trauen?

Ja, das kann man. Solange unser Staat nicht bankrott geht, ist es eine absolut sichere Geldanlage. Wobei das Wort „Geldanlage“ nicht ganz zutreffend ist – es ist eine Möglichkeit sein Geld anzulegen. Bei einer echten Geldanlage würde man eine gute Rendite erwarten, doch mit so etwas können die von Günther Schild empfohlenen Produkte nicht aufwarten.

Konditionen der Bundeswertpapiere

Stand: 7.5.2009

Tagesanleihe

0,38 % Zinsen pro Jahr

Bundesschatzbriefe

Typ A: 2,57 % durchschnittlicher Zins bei 6 Jahren Laufzeit
Typ B: 2,81 % durchschnittlicher Zins bei 7 Jahren Laufzeit

Bundesobligationen

Nominalzins: 2,25 %

Finanzierungsschätze

0,75 % bei 1 Jahr Laufzeit
1,15 % bei 2 Jahren Laufzeit

Renditekiller Inflation

Zwar berichten Medien bundesweit, dass die Inflation gegen null geht, komisch nur, dass meine Lieblingspizza vor acht Jahren 7 DM kostete, während der freundliche Italiener heute 7 Euro verlangt. Und unsere offizielle Inflation lag in den vergangenen Jahren nicht bei 10 %!
 
Mein Kontostand hat sich zwar erhöht, im Gegenzug fallen aber auch höhere Lebenshaltungskosten an.

Wer in Bundeswertpapiere investiert, der kann sich über größere Zahlen auf dem Konto freuen. Von einem Wertzuwachs zu sprechen wäre aber falsch.
 
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Bildmaterial: Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH

1 Kommentar zu „Günther Schild, Finanzexperte“

  1. Fabian sagt:

    Ob es DIE sichere und renditeträchtige Geldanlage gibt, wage ich zu bezweifeln. Ansonsten wären wir alle ein Stück reicher ;-) .

    Eine bessere Rendite wird man vermutlich mit Staatsanleihen aus Süd- und Ost-Europa erwirtschaften können, als mit den Bundeswertpapieren. Allerdings genießen nicht alle Staaten den Ruf eines solch soliden Schuldners wie die Bundesrepublik Deutschland.

    Eine Anmerkung habe ich allerdings zu der dargestellten Inflation. Es ist zwar richtig das die Inflation sich in unseren Breitengraden auf einem Recht niedrigen Niveau befindet. Schließlich hat sich die EZB ja auch das Ziel von maximal 2% Inflation auferlegt, um Preisstabilität zu gewährleisten. Warum dann eine Pizza früher “7 DM kostete, während der freundliche Italiener heute 7 Euro verlangt” mag auf den ersten Blick paradox erscheinen. Es bleibt jedoch im Rahmen. Preise in der Gastronomie sind halt stärker gestiegen als in anderen Branchen. Zudem sind uns Preise die wir nicht täglich vor Augen haben uns auch nicht immer so bewusst. Der Mix an Produkten und Konsum macht es. Zum Beispiel sind bei mir persönlich die Telekommunikationskosten deutlich geringer geworden. Während früher per Prepaid für eine SMS schnell mal 29 Cent fällig wurden, zahlt man heute öfter weniger als 15 Cent. Bei DSL & Festnetz sieht der Preisverlauf ähnlich aus. All das Geschah innerhalb von wenigen Jahren.
    Eigentlich müsste jeder für sich seine “persönliche Inflation” berechnen um zu realisieren ob er mehr Zinsen erwirtschaftet hat, als er durch Inflation an Geldwert verloren hat. Keine einfache Rechnung – und somit werden es die meisten von uns bei den offiziellen Zahlen belassen.
    Des Weiteren änderten sich mit den Jahren auch die Konsumgewohnheiten der Menschen – da hinkt die Inflation immer etwas hinterher ;-) .

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