Warum gibt es (fast) keine deutschen Bad Banks?
Im Schnellzugverfahren wurde ein Gesetz durch die parlamentarischen Ebenen gedrückt, damit leichtfertige Banker gigantische Verluste aus den Bankbilanzen entfernen können, die vielleicht später sogar noch sozialisiert werden.
Wer macht Bad Bank?
Uns ist bisher nur die WestLB bekannt. Bei der HRE geht man aber ebenfalls davon aus. Das Handelsblatt will erfahren haben, dass die staatlich aufgefangene Commerzbank das Bad-Bank-Modell ablehnt.
Warum ist das so?
Im Juni hat die EZB über 1.000 Banken mit Liquidität überversorgt. Wir berichteten im Zuge des Zinssatzrückgangs bei Sparanlagen darüber.

Ist in Wirklichkeit die EZB die größte Bad Bank?
Banken, die EZB-Geld nehmen, mussten bisher bei der Zentralbank solide Sicherheiten hinterlegen. Seit der Finanzkrise ist das nicht mehr so. Mittlerweile werden von Frankfurt Schrottpapiere als Sicherheit akzeptiert. Und davon gibt es ja schließlich genug!
Es ist also für die entsprechenden Banken kein Problem an frisches Geld zu kommen.
Kurzfristig gut – Problem aber nicht gelöst
Dieses Verfahren hat wohl dazu beigetragen, dass die befürchtete Kettenreaktion von Bankenzusammenbrüchen ausgeblieben ist. Das Problem ist damit aber nicht gelöst, sondern nur vertagt. Auf die künftigen Lösungsvorschläge darf man gespannt sein.
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Bildmaterial: optimal-banking