Anleger meiden die Bank of Scotland
Die Tagesgeld-Offerte der Bank of Scotland kann sich sehen lassen: 4,5 % Zinsen.

Auszug: www.bankofscotland.de.
Das ist deutlich mehr als die besseren Angebote deutscher Banken. Dennoch ist der Ansturm auf die Bank bisher ausgeblieben.
Woran könnte das liegen?
Royal Bank of Scotland
Häufig wird die Bank of Scotland (BOS) mit der Royal Bank of Scotland (RBS), welche wochenlang negativ durch unsere Handelspresse ging, verwechselt.
Bank of Scotland
Der Name stellt von Anfang an unmissverständlich klar: „Lieber Anleger, hier hast du es mit einer ausländischen Bank zu tun.“ Auf Grund der aktuellen Krise, wird in vielen Fällen der Anlegerinstinkt unnötiges Risiko schnüffeln.
Alle Niederlassungen ausländischer Banken, die viel deutsches Geld im Bereich Tagesgeld einsammeln, haben sich einen wohlklingenden Namen gegeben.
Zinsgarantie
Die Bank verspricht, dass der „Zinssatz immer über dem EZB-Leitzins bleiben wird“. Das ist kein besonders berauschendes Versprechen, da dies bei sehr vielen Banken ohne zusätzliche Zusicherung so gehandhabt wird.

Anzeige der Kaupthing Bank in der FAZ
In meiner Erinnerung hat die isländische Kaupthing Bank vergangenes Jahr ganz ähnlich geworben und ist kurz darauf zusammengebrochen. Bei mir wurde automatisch eine gedankliche Verbindung hergestellt.
Einlagensicherung
Die Bank of Scotland ist in ihrem Heimatland in das Einlagensicherungssystem integriert. Kundeneinlagen sind also im Pleitefall bis 50.000 britische Pfund (ungefähr 55.500 €) abgesichert. Die Staatsgarantie von Frau Merkel greift hier nicht.
Fazit
Lässt man sich auf eine Bank des britischen Systems ein, sind die Konditionen sehr attraktiv. Ich vermute aber, dass das Unterbewusstsein vieler Anleger „verantwortlich“ für die Entscheidung gegen diese Bank ist.
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Bildmaterial: flickr.com, Bank of Scotland