Warum gibt es kaum kostenlose Girokonten für Selbstständige und Freiberufler?
In einem Land, in dem über 90 % der Millionäre Unternehmer sind, mutet es seltsam an, dass dieser Berufsstatus von Banken nicht besonders geschätzt wird. Wie komme ich darauf?
Von der besten Direktbank abgelehnt
Die Deutsche Kreditbank (DKB) macht seit Jahren im Internet, aber auch im Sportbereich, viel Tamtam für ihr kostenloses Girokonto mit kostenloser Visa Card, kostenlosen Bargeldabhebungen und guten Zinsen auch noch obendrauf.
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Slogan der DKB - www.dkb.de
Diese Werbung überzeugte auch Marko G., einen internetaffinen Freiberufler, der keine Bankberatung braucht und wünscht, aber seinen Zahlungsverkehr effizient organisieren möchte.
Er beantragte online die Kontoeröffnung bei der DKB. Er staunte nicht schlecht, als er aufgrund seines Berufsstatus von der Bank sinngemäß mit den Zeilen „Das Beratungsangebot ist für die paar Berufsgruppen optimiert…“ abgelehnt wurde.
Angestellte haben es deutlich leichter
Bei Angestellten reicht als Nachweis über Bonität die letzte Lohnbescheinigung aus, ein Mindesteinkommen ist nicht notwendig und schwups ist das lukrative kostenlose Girokonto eröffnet.
Welche Alternativen bleiben Freiberuflern?
Die netbank hat in den vergangenen Monaten ihre Konditionen deutlich verbessert, sodass sie selbst für Angestellte eine gute Alternative zur DKB ist. Freiberufler bekommen hier mit Leichtigkeit ein kostenloses Girokonto, da der netbank der Berufsstatus egal ist.

Bildschirmausschnitt von www.netbank.de
Kleiner Unterschied bei der Verzinsung
Auf dem Girokonto gibt es eine Grundverzinsung von 0,5 %. Bei Gehaltseingang legt die Bank einen Bonus von 2 % dazu. Ein Gehaltseingang ist für die kostenlose Kontoführung aber nicht notwendig, sodass dieses Konto auch als Zweitkonto verwendbar ist. 4 % gibt es auf dem angeschlossenen Tagesgeld für alle gleichermaßen.
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Bildmaterial: DKB AG, netbank AG