Große Kritik an Immobilienmaklern

Grundsätzlich werden Immobilienmakler von zwei Seiten bezahlt. Jeweils zur Hälfte vom Immobilienverkäufer und vom -käufer. Ausnahmen sind Berlin und Brandenburg. Hier muss der Käufer beide Teile bezahlen. Genau darauf zielt meine Kritik ab.

Man muss ihn bezahlen aber er arbeitet nicht für einen

Zugegeben, der Immobilienverkäufer ist in diesen beiden Bundesländern in einer bequemen Lage. Für ihn übernimmt ein Fachmann den kompletten Immobilienverkauf zum Nulltarif. Beide Anteile muss der Käufer zahlen.

Immobilien Vermittlung

Als Käufer könnte man meinen: Ich muss den Makler alleine bezahlen, also wird er wohl hauptsächlich für mich arbeiten. Nach meinen Erfahrungen, die sich auf fünf Immobilienmakler aus der Region Potsdam beziehen, tut das der Makler nicht.

Zwar hörten mir die Makler zu, welche Vorstellungen ich von Lage und Haus hatte. Sie interessierten sich jedoch nicht wirklich dafür. Keiner von ihnen bot mir Objekte an, geschweige denn, dass er sich auf die Suche nach einem geeigneten Haus begab.

So funktioniert das Geschäft

Der brandenburgische Makler durchsucht den Immobilienteil der Zeitung und kontaktiert Privatverkäufer nach dem Motto: Lassen sie mich das Objekt vermitteln, bezahlen wird mich der Käufer. Der Makler hat aber noch gar keinen Käufer. Was macht er? Er bucht auf seinen Namen eine Anzeige und wartet bis sich jemand meldet. Kauft derjenige, ist das Geschäft erledigt.

Immobilienmakler bei Immobilienscout 24
Viele Immobilienmakler inserieren unter www.immobilienscout.24.de

„Meine“ Immobilienmakler lernte ich alle über solche Anzeigen kennen. Diese waren daran interessiert, mir das annoncierte Haus zu verkaufen. Sie waren nicht bereit mir weitere Immobilien anzubieten. Man muss die Makler bezahlen aber sie arbeiten nicht für einen

Wie läuft das in anderen Bundesländern?

Meine Erfahrungen beziehen sich auf drei Immobilienmakler in Baden-Württemberg. Der eine Makler, den ich über eine Anzeige kennen lernte, bot mir sofort weitere Objekte zur Vergleichsbesichtigung an. Ein anderer nahm im Erstgespräch meine Vorstellungen auf und stellte anschließend eine Immobilienauswahl zusammen. An einem langen Nachmittag wurden alle Objekte auf einer Rundreise besichtigt.

Diese Immobilienmakler haben verinnerlicht, dass sie von zwei Seiten bezahlt werden und haben entsprechend die Interessen von beiden Seiten berücksichtigt. Ein tolles Vermittlungsgeschäft!

Was verdient ein Immobilienmakler?

Bei allen von mir angesehenen Objekten in Brandenburg 6 % des Kaufpreises zuzüglich 19 % Mehrwertsteuer. Das heißt, bei einem Kaufpreis von 200.000 € sind 14.380 € an den Makler zu zahlen.

Ich kenne einige Menschen, die für 14.380 € siehe Anmerkung oben Tag und Nacht nach einer passenden Immobilien fahnden würden. Warum tun das nicht die Immobilienmakler?

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Bildmaterial: optimal-banking, immobilienscout 24

1 Kommentar zu „Große Kritik an Immobilienmaklern“

  1. Moritz Beck sagt:

    Service- Wüste Deutschland???

    Ich bin Mitarbeiter eines Immobilienbüros in Düsseldorf. In NRW ist so geregelt das die Aussenprovision 3,57% vom notariellen Kaufpreis beträgt. Vom Verkäufer erhält man nicht immer eine Provision, da die Konkurrenz in Düsseldorf gross ist.

    Es können nicht von allen Maklern alternativ Angebote unterbreitet werden weil der Käufer oft schon eine genaue Vorstellung von Lage, Qualität und Preis sagen.

    Wir informieren unsere Kunden sehr wohl darüber ob nicht in 1 bis 3 Monaten eventuell ein Objekt reinkommt das seinen Ansprüchen enspricht.

    Es kommt immer auf den Makler, aber auch auf den Kunden an. Es entsteht mit der Zeit ein Gespür wer wirklich in absehbarer Zeit ein Objekt kauft.

    Es gib eine Menge Leute die sich über Jahre nur Informieren oder die teuersten Objekte besichtigen und als Aushilfskassiererinnen hinter einer Kasse sitzen.

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