Öffentlicher Dienst schadet der Wirtschaft

Die Beschäftigten des öffentlichen Diensts wurden in den letzten Jahren zunehmend von der Politik, der Öffentlichkeit und den eigenen leitenden Beamten gegeiselt. Besonders betroffen sind die kleinen Beamten, die das Tagesgeschäft machen. Sei es die Berufsberaterin, die dem Zorn so mancher Hartz-VI-Empfänger ausgesetzt ist oder der Zollsekretär, dem bei der Abfertigung ein grosses Wirtschaftsunternehmen gegenüber steht. Vielfach erkennen Vorgesetzte die Arbeit der einfachen bis mittleren Beamten nicht an, bei Problemen treten sie gerne zur Seite.

Welche Konsequenzen hat das für Gesellschaft und Wirtschaft?

Die ausführenden Bereiche des öffentlichen Diensts stumpfen ab. Mag sein, dass der eine oder andere Antragsteller, weil un- oder nur oberflächlich geprüften Antrag, schneller abgesiegelt zurückbekommt. Im Gesamten schadet es unserem Land. Ein anderes Mal verschwindet nämlich ein Schreiben, weil einfach Bearbeiter (teilweise aus Motivationsgründen) überlastet sind.

Ist die Gleichmäßigkeit im öffentlichen Dienst erst einmal futsch, kann man sich nicht mehr auf die rechtmäßige Ausführung verlassen. Unsicherheit schadet! Genau in diese Richtung bewegt sich der deutsche öffentliche Dienst, ist von Betroffenen zu erfahren: Es gibt Finanzbeamte, die blind prüfen um keinen Ärger zu bekommen. Es gibt Polizisten, die einer Straftat nicht nachgehen, weil es viel Mühe macht, die nicht anerkannt wird.

Auch im öffentlichen Dienst muss Leistung anerkannt und aufgabengerecht bezahlt werden, nur so gewinnen wir einen Staat, der treuer Partner von Bürger und Wirtschaft ist.

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