Geschäftskonto. Bitte sorgfältig auswählen.
Finanzielle Schnittstelle eines Unternehmens ist das Geschäftskonto. Erst ein Mal eingerichtet, wechselt man es ungern da hier die finanziellen Fäden zusammen laufen. Ein Geschäftskontowechsel ist mit viel Aufwand verbunden. Daher sollte ein Wechsel gut vorbereitet bzw. bei Gründung eines Unternehmens oder eines Nebenerwerbs sorgfältig vorbereitet werden.
Geschäftskonto – Ein kleiner Überblick
Bevor ich mich für ein Konto entscheide, will ich erst einmal wissen was die Banken so anbieten. Dazu habe ich einen kleinen Ausflug unternommen: Das Ergebnis ist ernüchternd. Es gibt zwar viele Banken, die kostenlose Girokonten dem Kunden hinterher werfen, doch beim Thema Geschäftskonto gab es wenig Aufgeschlossenheit. Die Erfahrungen im einzeln:
Volksbank in Heimertingen (Landkreis Unterallgäu):
Geschäftskonten werden nur in der Zentrale in Memmingen geführt, Auskünfte über Konditionen können nicht gemacht werden, es gibt ein „Zetterle“ mit der Telefonnummer einer Mitarbeiterin der Zentrale.
Fazit: Liebhaber der Volksbank können per Telefon einen Beratungstermin vereinbaren.
Commerzbank in Ulm
Wer nicht gleich in ein Beratungsgespräch einsteigen möchte, bekommt einen peppigen Flyer mit, in dem alle wesentlichen Informationen über das Geschäftskonto zu finden sind. Die Commerzbank bietet drei Kontomodelle (Grundgebühr 4.90 €, 7.90 € oder 12.90 €) an. Die Geschäftskonten können mit einem Tagesgeldkonto kombiniert werden um liquide zu sein und gleichzeitig Zinserträge erwirtschaften zu können.
Fazit: Gutes Angebot. Empfehlenswert.
Baden-württembergische Bank in Ulm
Eine Auskunft und eine Eröffnung eines Geschäftskontos ist nur möglich, wenn man ein privates Girokonto bei der BW Bank hat. Leider blieb die Frage offen ob jeder Gesellschafter einer GmbH ein persönliches Girokonto bei dieser Bank haben muss. Die Bankberaterin empfahl mir eine Bank mit Sitz in Ulm aufzusuchen.
Fazit: Nur etwas für eingefleischte BW-Bank-Fans. Alle anderen bleiben vor der Tür.
Deutsche Bank in Ulm
Filiale überfüllt mit Menschen fremdländischen Erscheinungsbilds, Sprachgewirr wie auf einem internationalen Flughafen. Lange Warteschlage aufgrund von geschlossen Schalten.
Fazit: Wer bei der Deutschen Bank ein Geschäftskonto eröffnen will braucht Zeit und Geduld.
GE Money Bank in Ulm
Geschäftskonten werden nicht angeboten.
Geschäftskonto kostenlos für Selbstständige und Freiberufler
Zwei Direktbanken, die Deutsche Kreditbank (DKB) und die NetBank, sind bekannt für ihr kostenloses Girokonto, das auch als Geschäftskonto von Selbstständigen und Freiberuflern genutzt werden kann.
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| Gute Erfahrung? | lesen ∙ schreiben | lesen ∙ schreiben |
| Kontotyp | Girokonto | Online-Girokonto |
| Kontoführung | 0,00 € | 0,00 € |
| Guthabenzins | 0,50 % (Girokonto) 3,80 % (Tagesgeld) |
2,50 % ab 50.000 € 2,75 % |
| Kreditzins | 7,90 % | 10,25 % |
| ec/Maestrocard | 0,00 € | 0,00 € |
| Visa Card | 0,00 € | - |
| Buchungen | unbegrenzt | unbegrenzt |
| Kreditkarte | Visa, kostenlos | nein |
| Bonus | alle Geldautomaten kostenlos benutzen |
4 % Zinsen für 1/2 Jahr |
| Weitere Infos | Kontoangebot | Kontoangebot |
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Am 31. Oktober 2007 um 17:37 Uhr
Nachtrag: Der Anruf bei der Volksbank hat sich gelohnt. Die genossenschaftliche Bank schlägt bei den Konditionen die Privatbanken deutlich. Grundgebühr (2 €), Online-Buchung (0,15 €), Papierbeleg (0,35 €), Kombination mit Tagesgeld bietet Zinsen ab 2,6 %.
Am 31. Juli 2008 um 12:58 Uhr
Das Girokonto der “DKB” mit Produktnamen “Cash Konto” ist leider nur für “bestimmte Freiberufler”, da es ursprünglich ein Privatkonto ist. Unter die Kategorie bestimmte Freiberufler fallen: Ärzte, Apotheker, Zahnärzten, Wirtschaftsprüfern, Rechtsanwälten und noch ein paar andere Personengruppen.
Am 7. Oktober 2008 um 23:08 Uhr
Nach den FAQ der Netbank gilt aber: “Auch Freiberufler können vom neuen giroLoyal Konto profitieren. Da das netbank Konto nur für den privaten, nicht geschäftlichen Teil, des Zahlungsverkehrs genutzt wird, können Sie sich von Ihrem Geschäftskonto monatlich z.B. per Dauerauftrag ein eigenes Gehalt überweisen.”
D.h. Freiberufler dürfen das Konto NICHT als Geschäftskonto nutzen. Oder worauf gründet sich die Annahme, das Netbank-Konto dürfe geschäftlich genutzt werden?
Am 8. Oktober 2008 um 09:29 Uhr
Das Konto der netbank habe ich als Einzelunternehmer von 2005 bis 2007 als Geschäftskonto benutzt. Klappte hervorragend!
Am 31. Oktober 2008 um 17:28 Uhr
Als Bank für Geschäftskonten empfehle ich das Bankhaus Gebr. Martin sowie die Cronbank. Bei beiden gibt es kostenlose Onlinekonten für Firmen und Selbständige.
Am 11. November 2008 um 16:03 Uhr
@Torsten Maue
wobei die Cronbank keinen Dispo gewährt! Was gerade als Einzelunternehmer oder als Firma generell mal genutzt werden muß, wenn der vorzustreckenden Auftragswert das aktuelle Kontoguthaben überschreitet!
Fazit für mich: Cronbank ist schön, solange man genügend Geld auf dem Konto hat um anfallende Kosten für Aufträge abzudecken.
Am 2. Januar 2009 um 22:46 Uhr
Und, für welches Konto hast du dich letztendlich entschieden?
@ Thorsten: Bist du selbst bei der Martin Bank und kannst deine Erfahrungen erläutern?
Am 3. Januar 2009 um 09:36 Uhr
- in der Eigenschaft als Selbstständiger => netbank
(hier habe ich ebenfalls positives Feedback von anderen Selbstständigen)
- bei der juristischen Person bei der örtlichen Volksbank
(war für den Anfang okay, im Nachhinein eine unflexible Bank mit durchschnittlichen Konditionen, Wechsel zur Skatbank)
Am 3. Januar 2009 um 12:51 Uhr
Wirkt das nicht ein bisschen merkwürdig, wenn dann auf Geschäftsbriefen “Skatbank” steht?
Am 3. Januar 2009 um 13:18 Uhr
Stimmt der Name ist gewöhnungsbedürftig. Vollständig heißt die Bank “Deutsche Skatbank – Zweigniederlassung der VR-Bank Altenburger Land eG”.
Auf dem Geschäftsbrief steht bei uns “Deutsche Skatbank”. Ist für den Geschäftspartner vielleicht ungewöhnlich, fällt aber auf!
Am 3. Januar 2009 um 20:37 Uhr
Ich weiß echt nicht, wofür ich mich entscheiden soll. Was haltet ihr denn von der Commerzbank, die bietet ja für 13,90 Euro pro Monat eine “Flatrate” an?
Am 21. Januar 2009 um 08:52 Uhr
Hallo Hans-Jürgen,
also wir arbeiten seit gut 3 Jahren mit der Commerzbank zusammen!
Abgesehen von 1-2 kleinen Pannen ist die Commerzbank sehr zu empfehlen, insbesondere da auch andere Großunternehmen oft ein Konto bei der Commerzbank haben und eine Zahlung somit binnen weniger Minuten (per HBCI) auf dem Konto des Empfängers landet.
Ganz wichtig hierbei ist jedoch auch zu beachten, bei welcher Bank so deine Kunden sein werden. Wenn du viele Privatkunden hast, werden diese sicherlich viel bei der Volksbank oder Sparkasse sein. Wenn du also z.B. einen Versandhandel hast und möchtest durch schnelle Lieferzeiten glänzen, dann währe ein Konto bei der Commerzbank ggf. ungünstig da die Buchungen von SPK oder Volksbank schon etwas länger dauern.
Ich hoffe ich konnte helfen
Am 21. Januar 2009 um 10:59 Uhr
Die Grundgebühr der Commerzbank von 13,90 Euro halte ich für eine sehr gute Alternative im hinblick auf die anderen Modelle, da du hier eine feste Gebühr hast. Gerade wenn dein Geschäft (mehr und mehr Buchungen) wächst, wird sich dieser Umstand bemerkbar machen. Das rechnet sich schnell.
Am 27. Februar 2009 um 14:21 Uhr
“Deutsche Bank in Ulm
Filiale überfüllt mit Menschen fremdländischen Erscheinungsbilds, Sprachgewirr wie auf einem internationalen Flughafen. Lange Warteschlage aufgrund von geschlossen Schalten.”
Kritik an einer überfüllten Bank? Wenns sein muss. Aber fremdlädisches Erscheinungsbild? Spielt es eine Rolle was für Menschen in der Bank sind? Ergründet sich das Stimmengewirr durch die vielen deutschen Mundarten? Sächsisch, Berlinerisch, Platt, Bayrisch, Schwäbisch etc. ? Oder sind es etwa Sprachen von Ausländern, fremdsprachigen Mitbürgern und Touristen?
Am 28. Februar 2009 um 11:32 Uhr
Die Cronbank verlangt ab 1.3.2009 eine monatliche Pauschale von 5 EUR und zahlt auch keinen Guthabenzins mehr.
Am 6. April 2009 um 10:50 Uhr
Vielen Dank für die Information mit der Cronbank. Habe mir gerade das aktuelle Preisverzeichnis (http://cronbank.de/fileadmin/downloadcenter/Preisverzeichnis_01.03.2009.pdf) angeschaut. Auffällig sind die ganzen versteckten Kosten in den verschiedesten Bereichen wie z.B. die jährlichen Kosten für eine EC-Karte, die aktuell 7,50 Euro pro Karte betragen. Die verschiedesten Auskünfte und Bescheinigungen werden auch dem Kunden in Rechnung gestellt. Fazit: günstig oder kostenlos muss nicht gleich gut sein. Viele versteckte Kosten können das Konto sehr schnell teuer machen! Demnach: definitiv das Preisverzeichnis anschauen und AGB lesen!
Am 26. Mai 2009 um 14:17 Uhr
Aktuelle Empfehlung für ein “kostenloses” Geschäftskonto: http://www.optimal-banking.de/info/geschaeftskonto.php.
Am 25. September 2009 um 10:54 Uhr
Bin aufgrund des Eintrags von Thorsten Maue jetzt zur MartinBank gewechselt. Sehr zu empfehlen, freundlich und schnell. Kostenlose Buchungen bei 2 € im Monat (so wie früher mal die GLS-Bank, die dann aber auch wie die Cronbank 5 € wollten und jede Buchung plötzlich 20 Cents kostete). Jeden Abend, gegen 19.00, findet man im Postfach seine Buchungen für die Finanzsoftware oder optional als cvs-Datei. Außerdem finde ich mTan spitze, da man keine Tanlisten mehr braucht.
Lustig ist die 4-stellige Kontonummer bei der Kunden manchmal nachfragen, ob das denn korrekt sei
Natürlich befürchte ich, dass auch die MartinBank irgendwann mal pro Buchung ein Entgelt verlangt. Daher: Kann bitte jemand den Link zu diesem Flat-Rate-Commerzbank-Modell posten. Sicher ist sicher. Finde auf den Seiten der Commerzbank nichts dazu, was mich wieder etwas enttäuscht.
Peter
Am 28. Dezember 2009 um 10:00 Uhr
Hallo!
Ich habe den vorstehenden Bericht und die Posts von euch aufmerksam gelesen. Es würde mich nun interessieren, ob es inzwischen weitere Erfahrungen bzw. auch erprobte Hinweise auf ein gutes (kostenloses?) Geschäftskonto gibt. Ich selber nutze seit 2005 das kostenlose Girokonto der Netbank AG in meiner Eigenschaft als Einzelunternehmer. Bei den Kunden geben ich als Kontoinhaber immer meinen Vor- und Nachnahmen an, sonst nichts. Nur hatte neulich ein “Idiot” den Rechnungsbetrag auf den Namen meiner Firma (ich bezeichne mein Büro mit einem wohl klingenden “Firmennamen” und muss als Einzelunternehmer stehts meinen vollen Vor- und Zunamen verwenden) überwiesen und prompt hatte ich eine Nachricht von der Netbank erhalten, dass es sich bei meinem Konto um ein Privatkonto handelt und dass weitere Zahlungen, die nicht richtig adressiert sind (also lediglich mit meinem Vor- und Zunamen) zurückgewiesen werden.
Das ist natürlich ein Risiko, wenn eine (oder gleich mehrere) Überweisungen von Kunden zurückgewiesen werden sollten… mit einem Vermerk, der z.B. lautet: “Zahlungsempfänger unbekannt oder unvollständig” !!! Was tun? In der Not und als erste Maßnahme habe ich mir folgendes Überlegt:
1. Ein Geschäftskonto bei der Deutschen Skatbank zu eröffnen.
2. Auf dieses Konto alle Zahlungseingänge von Kunden verbuchen lassen (also quasi nach Außen als das offizielle Geschäftskonto angeben.
3. Von diesem Konto die Zahlungen monatlich auf das Konto bei der Netbank umbuchen.
4. Das Konto der Netbank weiterhin als das Konto für den allgemeinen Zahlungsverkehr (z.B. Miete, Gebühren, Finanzamt. usw.) zu verwenden.
Die Vorteile wären:
1. Sehr geringe Gebühren, da das Skatebank-Konto kostenlos ist und Buchungen nur 10 Cent kosten. Ich erhalte im Schnitt 1-2 Zahlungen von Kunden pro Monat und hinzu käme nur noch die 1-malige Umbuchung monatlich. Kosten im Monat: ca. 30 bis max. 50 Cent.
2. Das kostenlose Konto der Netbank kann weiterhin als das Konto für alle Daueraufträge, Abbuchungen und Überweisungen genutzt werden. es muss Also nichts geändert werden!
3. Die Zahlungen zwischen der Skatbank und der Netbank dürften / müssten innerhalb eines Tages verbucht sein, da beide Banken im Verbund der Volks- und Raiffeisenbanken sind. Oder bin ich da falsch im Bild?
Es gibt natürlich auch einige Nachteile:
1. Zusätzlicher Aufwand für die Buchführung des 2. Girokontos.
2. Man weiß nicht, wie der Name der Skat-Bank bei der Kunden ankommt…?
3. Auch könnte es Probleme geben, wenn der Kunde dort wiederum auf meinen pers. Vor- und Zunahmen überweist, als anstatt an die Firma…
4. Persönlich finde ich auch die Angabe von Vor- und Nachnahmen als Kontoinhaber immer einfacher, als wenn dann die Firmenbezeichnung und zusätzlich mein Vor- und Nachnahme angegeben werden muss… So verlangt es die Gewerbeordnung und so muss ich mich nach Außen hin immer firmieren.
5. Zum Punkt 5. kommt noch hinzu, dass dann eventuell sogar das Feld “Empfänger” auf dem Überweisungsträger zu kurz sein könnte.
Alles Fragen über Fragen… Was meint Ihr dazu? Persönlich kann ich mir erst gar nicht vorstellen, dass die Netbank AG wirklich und ernsthaft daran interessiert sein sollte, mich als Bankkunden zu verlieren. Ich bin für die völlig unproblematisch und pflegeleicht. Das Konto wird nur auf Guthabenbasis geführt, es ist immer ausreichend Deckung vorhanden… Aber vielleicht genau das auch der Punkt ist: mit Überziehungen und Dispos lässt sich wesentlich mehr Gewinn erzielen…
P.S. Das Angebot der Martin Bank finde ich nicht schlecht, nur habe ich auch dort einige Bedenken, was z.B. die Sicherheit meines dort verweilendes Geldes anbetrifft oder dass auch dort die Gebühren stets steigen werden…
Am 30. Dezember 2009 um 10:12 Uhr
Hallo “Peter”,
seit November sind die Banken nicht mehr verpflichtet Kontoverbindung auf Namensplausibilität zu prüfen. Siehe: http://www.optimal-banking.net/2009/zahlungsdienstrichtlinie/
Einige machen es noch, man darf davon ausgeben, dass der Name des Kontoinhabers künftig keine Rolle mehr spielt. Persönlich finde ich das sehr schlecht, aber ist es manchmal mit der Gesetzgebung.
Mit dem Geschäftskonto der Skatbank habe ich gute Erfahrung. Als Geschäftskonto kann der Kontoname beispielsweise “Vor- und Name – Firmennahme” heißen. So müssten Überweisungen unproblematisch ankommen.
Darüber hinaus zahlt die Skatbank sogar noch Zinsen aufs Guthaben. Hier haben wir mal eine Seite dazu gemacht: http://www.optimal-banking.de/bank/skatbank-selbststaendige.php